Van Dit un Dat un over Minsken un hör Wark in Ostfreesland. Aber ok 'n bietje Gedöns un Saken van Nahbers

Donnerstag, 24. Juni 2010

Ortschronik Tergast jetzt im Handel

Als Gastautor stellt Johann Beerens heute sein neues Buch
"Ortschronik Tergast" vor:


Jetzt habe ich es geschafft – die Ortschronik Tergast, die ich schon seit etwa vier Jahren ins Internet stelle ist jetzt auch als Buch erschienen: 320 Seiten, viele, viele Bilder in Farbe und schwarz/weiß, mit dem Untertitel „Die Geschichte eines Dorfes auf einem Kiesbült mitten im Hammrich“.


Als ich mit der Arbeit begann, habe ich nicht geahnt, dass das Werk so umfangreich werden würde. Mir lagen nur wenige Informationen über das Dorf vor. Im Staatsarchiv Aurich sowohl als auch in der Landschaftsbibliothek Aurich wurde ich fündig, viele Stunden verbrachte ich mit dem Studium der Akten und der Bücher. Darüberhinaus konnte ich viele Gespräche führen mit Dorfbewohnern, vor allem hat Ortsbürgermeister Ripke sehr geholfen.

Das Forschen in der Vergangenheit und der Gegenwart macht sehr viel Spaß. Ich habe Fakten kennengelernt, bin auf fast Vergessenes gestoßen, habe Interessantes ausgegraben – und doch, oft musste ich einfach meine Fantasie, aber auch mein historisches und geologisches Wissen einbringen, um die Sache auf den Punkt zu bringen.

So beginnt die Geschichte des Dorfes Tergast nicht erst seit der ersten Nennung in einer Urkunde. Schon viel früher ist der Kieshügel Anlaufpunkt der Nomaden und der Emsschipper, der Eindringlinge und Eingesessene gewesen. Erst viel später haben die Zistersienser-Mönche aus dem Kloster SCHOLA DEI von Ile (Ihlow) den „Berg“ für sich entdeckt und bauten hier die jetzt 800jährige Kirche, die fast unverändert aus der katholischen Zeit in die gegenwärtige Reformierte Gemeinde übergegangen ist.


Eng verbunden war Tergast mit der Herrlichkeit Olderum und der Stadt Emden. Erst nach Napoleon wurde die Gemeinde selbstständig, bis sie aufgrund der Gemeindereform 1973 zur Großgemeinde Moormerland wurde. Mit der Auflösung der Schule ging eine Ära zu Ende, die ein Dorfleben weitgehend ausschloss. Erst in den letzten Jahrzehnten halten Vereine und sonstige Gruppen die Traditionen aufrecht. Bekannte Persönlichkeit haben das Dorf geprägt.

Arbeit gibt es kaum noch. Das Wasserwerk in Tergast gehört der Stadt Emden, die Tergaster bekommen ihr Wasser aus Hasselt. Die Ziegeleien am Fehntjer Tief sind verschwunden und die Kiesgruben, die die Firma Rieman ausgebaggert hat, sind zu einem Idyll der Tergaster Landschaft geworden. Baden, Angeln und Schöfeln ist hier angesagt. Auf den Marschweiden grasen rotbunte und schwarzbunte Kühe, nur wenige Landwirte konnten überleben. Arbeitsplätze dagegen gibt es nur außerhalb.



Die Chronik ist reich bebildert, die meisten Bilder habe ich aufgenommen, einige sind von „Ehemaligen“ beigesteuert worden. Abgerundet wird das Buch durch Beiträge aus meiner journalistischen und schriftstellerischen Arbeit – fürwahr, ein lesenswertes Buch.



Alle meine Bücher und die befreundeter Autoren(innen) finden Sie in meinem Shop

Besuchen Sie Johann Beerens auf seiner Internetseite

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