Van Dit un Dat un over Minsken un hör Wark in Ostfreesland. Aber ok 'n bietje Gedöns un Saken van Nahbers

Dienstag, 1. Juni 2010

Ostfriesische Küste vom Hochwasser bedroht

Natürlich ist die Küstenbevölkerung schon immer vom Hochwasser bedroht gewesen und hat in früheren Jahrhunderten viel Leid durch das Wasser erfahren müssen. Erst der Deichbau hat die Menschen in Ostfriesland langfristig vor Hochwasser und Überflutungen geschützt.














In jüngster Zeit allerdings kommt es häufiger vor, dass das Wasser höher steigt, als in den vergangenen Jahren und so auch schon mal in Emden das Gelände in Hafennähe unter Wasser setzt. Größere Schäden konnten bisher zwar vermieden werden, es ist aber offensichtlich, dass die Sturmfluten höher werden und über neue Schutzmaßnahmen dringend nachgedacht werden muss.

Der Klimawandel wird um die ostfriesische Küste keinen Bogen machen, das ist sicher. Die Deiche sind heute schon an einigen Stellen nicht hoch genug bei Hochwasser und müssen alsbald erhöht und verstärkt werden. Was wir heute noch warm und trocken in den Nachrichten sehen können – dass ganze Landstriche in den Fluten versinken und Menschen Hab und Gut und ihr Leben verlieren können – das kann uns schon bald ebenso ereilen. Immerhin leben allein in Niedersachsen 1,5 Mill. Menschen in Hochwasser bedrohten Gebieten. Letztlich ist aber durch Überflutungen nicht nur akut das nackte Leben in Gefahr, sondern die Folgen können das Leben nachhaltig bedrohen. Wird z.B. zu viel salzhaltiges Wasser bei Sturmfluten in die Flüsse gepresst, ist auch unser Trinkwasser in Gefahr.

Hochwasserschutz aktiv
Genau darum geht es in dem Projekt A-KÜST der Universität Lüneburg. Dipl.-Ing. Hanz D. Niemeyer ist der Projektleiter des Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN-FSK).

Das besondere an dem vierjährigen Forschungsprojekt ist die Einbeziehung der Bevölkerung. Eigentlich ist das auch ganz logisch, denn wer könnte besser seine Erfahrungen mit den Deichen und dem Hochwasser mitteilen, als die Menschen, die täglich damit leben. Deshalb werden zur Zeit 6000 Fragebogen an in verschiedene Haushalte in Ostfriesland verschickt. In ihm können Menschen Fragen zu ihren Erfahrungen ankreuzen und auf diese Weise einen aktiven Beitrag zum Forschungsprojekt A-KÜST/Küstengewässer leisten.


Mitmachen und am Gewinnspiel beteiligen
Die Deichachten haben als Anreiz, sich die kleine Mühe zu machen, den Fragebogen auszufüllen, eine Gewinnaktion angeschlossen. Aus den Einsendern werden mehrere Gewinner ausgelost, die sich über ein Abendessen oder gar einen Kurzurlaub auf Juist mit einem Begleiter ihrer Wahl freuen dürfen.



Wer mehr über den Küstenschutz erfahren möchte, sollte sich auf der Seite KLIFF
(Klimafolgenforschung in Niedersachsen) umsehen.

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