Van Dit un Dat un over Minsken un hör Wark in Ostfreesland. Aber ok 'n bietje Gedöns un Saken van Nahbers

Montag, 21. November 2011

Drachen steigen lassen in Ostfriesland

Herbst – Zeit zum Drachensteigen.
Von Johann Beerens, Tergast


Es geht hinaus aufs Feld
Wenn das letzte Fuder Heu im Gulf lag, wenn der Wind über die Stoppel fegte, wenn die Kartoffelfeuer abgebrannt waren, wenn das Spielen draußen zu ungemütlich wurde, - dann besannen sich im Herbst die Jungen (manchmal auch Mädchen) auf ein beliebtes Spiel – den Drachen steigen lassen.

Selbstverständlich bastelte man ein solches Fliegzeug selbst. Eine alte Planke wurde entlang der gewachsenen Jahresringe gespalten. Das ergab zahlreiche, wenn auch manchmal krumme Leisten. Doch sie waren stabil und konnten schon einen ‚Absturz’ aushalten, ohne gleich zu Bruch zu gehen. Eine längere und eine etwas kürzere Leiste wurden zu einem Kreuz zusammengefügt (geklebt, gespiekert). Dabei war darauf zu achten, dass die kleinere Leiste gleichmäßig befestigt  war, es musste schön Waage bleiben.  Das Kreuz wurde mit einem dünnen Band – wenn man hatte Bohntjeband – umspannt. damit war das Drachengerüst fertig.

Sonntag, 6. November 2011

Martinisingen in Ostfriesland

Martini
Lücht mutt düster blieven
von Johann Beerens, Tergast

Jan un Hinnerk wassen an lehrn – neet för Meester, nee, dittmal gung dat um  Kipp-Kapp-Kögel-Leeder. Oma kunn de Versen all ut Kopp, bloot of un to muss se in’t Gesangbook kieken, wenn dat um de veerde of fiefde Stroph van ‚Een faste Börg is uns Gott’ gung.

Opa leep noch eenmal um Huus to. He harr de holten Breden för de Fensters sett un mit’n Latte fastkloppt. Dat was för den V’rdunkelung – dürs gien Lüchtschien na buten geraden. De engelse un amerikaanische Veermortorigen kunnen anners hör Weg na de groode Städen finnen of hör Bommen up Dörp smieten.